Therapie

Hier erscheinen in Zukunft Beitr√§ge zum Thema fr√ľhkindlicher Autismus:

Vorab ein Link zu diesem Thema.

www.autismus-web.de

Fr√ľhkindlicher Autismus

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Klassifikation nach ICD-10

F84

Tief greifende Entwicklungsstörungen

F84.0

Fr√ľhkindlicher Autismus

ICD-10 online (WHO-Version 2011)

Leo Kanner war der Erstbeschreiber des fr√ľhkindlichen Autismus. Bereits 1943 diagnostizierte er bei elf Kindern eine ‚ÄěAutistische St√∂rung des affektiven Kontakts“, welche sp√§ter unter dem Namen fr√ľhkindlicher Autismus bekannt wurde.

Der fr√ľhkindliche Autismus, auch Kanner-Syndrom, Kanner-Autismus oder infantiler Autismus genannt, wird in der ICD-10-Klassifikation unter die tief greifenden Entwicklungsst√∂rungen gerechnet.

Symptome und Beschwerden

Der fr√ľhkindliche Autismus f√ľhrt zu einer vielf√§ltigen Art von Behinderungen, besonders im Bereich der Entwicklung, des Sozialverhaltens, der Wahrnehmung und der Kommunikation.

Fasst man die beiden international anerkannten Klassifikationssysteme ICD-10 und DSM-IV zusammen, erkennt man folgende √ľbereinstimmende Merkmale:

  • qualitative Beeintr√§chtigungen wechselseitiger sozialer Aktionen,
  • qualitative Beeintr√§chtigung der Kommunikation,
  • eingeschr√§nkte Interessen und stereotype Verhaltensmuster,
  • Beginn der Erkrankung vor dem dritten Lebensjahr

Zudem wird bei ICD-10 als Merkmal noch ‚Äěunspezifische Probleme wie Bef√ľrchtungen, Phobien, Schlaf- und Essst√∂rungen, Wutausbr√ľche, Aggressionen, Selbstverletzungen“ aufgef√ľhrt.

Ein Merkmal des fr√ľhkindlichen Autismus kann u. a. Abkapselung von den Mitmenschen sein. F√ľr manche autistische Menschen ist es kaum m√∂glich, eine Beziehung zu Personen aufzubauen. Oft scheint es so, als zeigen sie mehr Freude bei der Besch√§ftigung mit Gegenst√§nden als im pers√∂nlichen Kontakt zu Mitmenschen gleichen Alters. Andere zeigen Interesse am Sozialkontakt, leiden dann aber oft darunter, dass sie aufgrund ihrer Probleme im Sozialverhalten bei anderen Menschen anecken und ausgegrenzt werden.

In manchen F√§llen entwickeln sie sich schon in den ersten Lebensmonaten auff√§llig. In anderen F√§llen verl√§uft die fr√ľhkindliche Entwicklung anfangs (scheinbar) normal, Auff√§lligkeiten werden teils erst im zweiten oder dritten Lebensjahr sichtbar. Weiterhin gibt es den Verlauf, dass es nach einer anfangs (scheinbar) normalen Entwicklung im zweiten oder dritten Lebensjahr zu einem Verlust der bereits erworbenen sozialen und kommunikativen F√§higkeiten kommt.

Ver√§nderungsangst: teils reagieren autistische Menschen mit Angst- und Panikzust√§nden, wenn etwas nicht nach dem geregelten Tagesablauf auftritt oder andere Erwartungen (z. B. der Platz, an dem die M√∂bel stehen) nicht erf√ľllt werden.

Kanner-Autisten haben meist starke Sprachauff√§lligkeiten. Ungef√§hr die H√§lfte der Kanner-autistischen Menschen kann sich nicht lautsprachig √§u√üern. Diejenigen, die sprechen k√∂nnen, haben oft Sprachauff√§lligkeiten (beispielsweise monotone Sprachmelodie; wortw√∂rtliches Verst√§ndnis von Sprache). Im allgemeinen sind Artikulation und Grammatik weniger betroffen, oft etwas st√§rker die Semantik und oft ganz stark der sachgerechte Gebrauch der Sprache, denn dieser bereitet oft am meisten Schwierigkeiten. Helfen k√∂nnen Zeichnen bzw. Malen, um die Sinneswahrnehmungen zu schulen, zur unterst√ľtzenden Kommunikation das Schreiben. √Ąngste werden abgebaut, in denen die Betroffenen auf dem Computer oder Rechner sich schriftlich ausdr√ľcken lernen oder mit Tonbandaufnahmen und dem anschlie√üenden Abspielen ihre Sprache trainieren.

Ursachen

Es weist sehr vieles darauf hin, dass Autismus genetisch bedingt ist, wobei wahrscheinlich mehrere Gene beteiligt sind. Wie und mit welchen Zwischenschritten und unter welchen Bedingungen es von der ver√§nderten genetischen Ausgangslage zu den oben beschriebenen Symptomen kommt, ist nicht genau bekannt. Konsens herrscht jedoch weitgehend dar√ľber, dass Autismus nicht - wie es noch in den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts angenommen wurde - durch m√ľtterliches Fehlverhalten (siehe unter: K√ľhlschrankmutter) verursacht wird.

Folgen und Komplikationen

Der fr√ľhkindliche Autismus beeintr√§chtigt das Leben der Kanner-Autisten erheblich und erschwert die M√∂glichkeiten der selbst√§ndigen Lebensf√ľhrung. F√ľr Kanner-Autisten ist es aufgrund der Sprach- und Kommunikationsschwierigkeiten, ver√§nderten Wahrnehmung und besonders aufgrund der dadurch bedingten Abkapselung von der Umwelt schwer, sich an die soziale Umgebung anzupassen, Freunde zu finden oder sich in den Rahmen einer Schule oder einer Familie zu f√ľgen. Die Erziehung eines autistischen Kindes stellt die Eltern vor gro√üe Schwierigkeiten und ist h√§ufig mit sehr viel Stress verbunden. Auch nur leicht autistische Menschen geraten in Gefahr, bei den Menschen in ihrer Umgebung anzuecken, weil sie etwa die sozialen Regeln nicht kennen oder sie nicht anwenden k√∂nnen. Viele Kanner-autistische Menschen sind auf intensive und lebenslange Betreuung angewiesen (siehe unter: Autismus).

[√úber Uns] [Inhaltsverzeichnis] [Autismus] [Autismus im Alltag] [Autismus-Enthinderung] [Newsletter ( ESH )] [Fr√ľhkindlicher Autismus] [Nichtsprechende Autisten] [Therapie] [Asperger Jugendforum] [Asperger Wahrnehmung] [Therapie] [Archiv] [Aktuelles] [Adressen] [√Ąmter] [Berichte von Eltern] [Berichte  Erwachsene] [B√ľcherkiste] [Fachtage] [Finanzielle Hilfe] [Hilfe] [Inklusion] [Marktplatz] [Presse] [Ra. Sascha Pfingsttag] [Schule] [Beruf] [Termine] [Interessante Artikel] [Neue PDF] [Kontakt] [Videos] [Impressum]