Therapie

Ein Beitrag zum Thema Therapien f├╝r Autisten.


Ich bin zwar kein Wissenschaftler aber dennoch klar bei Verstand, was aber im Umkehrschluss nicht in jedem Fall auch auf Wissenschaftler, Psychologen, Psychiater und Therapeuten zutreffen muss. Heute geht es um Therapien f├╝r Autisten, besonders ABA/VB.


Dazu m├╝ssen wir erst einmal zwei Begriffe kl├Ąren.
 

  1. DieTherapie (griechisch╬Ş╬Á¤ü╬▒¤Ç╬Á╬»╬▒therapeia ÔÇ× das Dienen, die Bedienung, die Dienstleistung, die Pflege der Kranken“[1]) bezeichnet in der Medizin,Zahnmedizin und Psychotherapie die Ma├čnahmen zur Behandlung von Krankheiten und Verletzungen. Ziel des Therapeuten ist die Erm├Âglichung oder Beschleunigung einer Heilung, die Beseitigung oder Linderung der Symptome und die Wiederherstellung der k├Ârperlichen oder psychischen Funktion. Verschiedene M├Âglichkeiten zur Behandlung einer Krankheit werden oft als Therapieoptionen bezeichnet ( Auszug aus Wikipedia )
  2. Autismus als Krankheitsbild. Autismus ist erwiesenerma├čen keine Krankheit. ( Siehe was Autismus ist und was Autismus nicht ist ) Aber wenn Autismus keine Krankheit ist bedarf es auch keinerlei Therapien.


Wenn also an einer Therapie keine Notwendigkeit besteht, was ist dann ABA/VB. Wenn man sich die M├╝he macht, einmal entsprechende Literatur heranzuziehen kommt man sehr schnell zu dem Schluss, dass es sich dabei um eine Dressurmethode f├╝r Autisten handelt. Hier werden Autisten stundenlang gedrillt, um ihnen Verhaltensmuster anzuerziehen, die sie eigentlich ablehnen. Man versucht Autisten regelrecht umzuerziehen. So als wolle man Linksh├Ąnder auf rechts drillen oder Lesben und Schwule an die ÔÇ× normalen“ Normen anpassen. W├╝rde das ein Therapeut versuchen w├╝rde es einen Aufschrei in der Bev├Âlkerung geben. Mit Autisten kann man das aber ruhig machen, da diese sich ja nicht wehren k├Ânnen. Mit Umerziehung haben wir aber schon in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen gemacht.


Von Drill oder Dressur kann getrost gesprochen werden, da Zeit f├╝r diese fragw├╝rdige Therapie ca. 25 – 40 Stunden in der Woche betragen soll. Bei so einer Vorgehensweise kann man auch von Gehirnw├Ąsche reden. Dieses Tun muss fr├╝her oder sp├Ąter in einer Katastrophe f├╝r Autisten enden.


Wichtig f├╝r Autisten ist:

  • Die normale Entwicklung der Betroffenen f├Ârdern,
  • Hilfe und Unterst├╝tzung im Umgang mit anderen Menschen bieten,
  • eingefahrene (rigide) und sich wiederholende (stereotype) Verhaltensweisen
  • abbauen,
  • die Familie der Betroffenen unterst├╝tzen.


Dazu bedarf es aber keines Drills sondern die Erzieher oder auch Eltern m├╝ssen sehr viel Geduld und Einf├╝hlungsverm├Âgen aufbringen. Dies darf aber keinesfalls in Stress ausarten sondern muss ganz behutsam durchgef├╝hrt werden.


Zwingen sie ihr Kind zu nichts, achten sie genau auf die Signal, die ihr Kind aussendet. Versuchen sie nicht ihr Kind umzuerziehen. Keine Gewaltanwendung, werde physisch noch psychisch. Man kann kein Kind aus dem Autismus zwingen, man muss es herauslocken. Wenn sie ihr Kind versuchen umzuerziehen zerst├Âren sie seine Pers├Ânlichkeit. Bei alldem kann es nicht darum gehen, das Kind so zu machen, wie die Eltern es gerne h├Ątten. Es kann nur um das Wohl des Kindes gehen. Lesen sie dazu den Artikel: ÔÇ× Trauert nicht um uns.


 

Dazu ein Bericht einer Mutter ÔÇ× ja ich bin jemand die ABA/VB kennt und ein Bericht eines Gesch├Ądigten: ÔÇ× Zehn Jahre danach - Erinnerungen eines ABA-Gesch├Ądigten


Als Vater von zwei autistischen Jungen ( 15 und 21 Jahre alt ) besch├Ąftige ich mich schon ├╝ber 15 Jahre mit diesem Thema. Das Spektrum des Autismus ist so vielf├Ąltig, dass sich niemand einen kompletten ├ťberblick verschaffen kann. Jeder Fall stellt sich anders dar.
Ich kann nur mit einem Zitat von Albert Einstein schlie├čen:
Je mehr ich wei├č, desto mehr erkenne ich, dass ich nichts wei├č.
 

Bei diesem Beitrag handelt sich es um meine pers├Ânliche Meinung. Wenn sie selber einen Kommentar dazu verfassen m├Âchten schicken sie ihn bitte an:  info@autismus-biberach.de.



Franz Buttler

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